Auf dieser Seite informieren wir über unsere Hege- und Besatzmaßnahmen , über Fischkrankheiten und über die Erhaltung und Förderung   bedrohter Fischarten in unseren  Gewässern. Außerdem könnt Ihr hier die aktuellen Wasserwerte jedes einzelnen Gewässers abrufen.

 

Zum Aalbesatz 2017

Am 23. Juni haben wir unsere Gewässer mit 35 Kg Farmaalen besetzt. Das sollen lt. Landesverband 11.557 Stück (bei einem Durchschnittsgewicht von 3g.), gewesen sein. Gleich nach der Anlieferung in Alfeld wurden die Aale von Mario H. und seinen Helfern entgegen genommen und mit Hilfe unseres Fischtransportanhängers an unseren Leineabschnitt gebracht. Um möglichst wenig Verluste durch Nahrungskonkurrenz und der Gefahr der Dezimierung durch Fischräuber, wie z. B. Kormorane und Raubfische zu haben, wurden dann die kleinen Fische in ganz kleinen Stückzahlen in der Leine verteilt. So ein Aalbesatz nimmt immer mehrere Helfer und Stunden in Anspruch! Übrigens befanden sich die Aale, die vom Fischzüchter Groß kamen in einer hervorragender Kondition.

Dirk Heinrich

Ankunft aus der Rhön
wiegen und Annahme
beladen und anschließend ...
... verteilen in der Leine

Äschenbesatz 2017

Dieses Jahr hat es endlich mal geklappt!

In den letzten Jahren haben wir immer wieder versucht kleine Besatzäschen für unseren Leineabschnitt zu bekommen. Am Ostersamstag war es dann soweit. Mit tatkräftiger Unterstützung mehrerer Gewässerhelfer haben wir die bis zu 10cm langen, quicklebendigen Äschen in der Leine verteilt. Besetzt haben wir die Strecke nördlich vom Gronauer Kreuzkolk bis hin zur Brüggener Kreisstraßenbrücke.

D. Heinrich

Totholz in unseren Gewässern

Immer wieder werden wir auf umgefallene oder abgebrochene Bäume die ins Wasser gefallen sind mit der bitte hingewiesen, diese doch aus dem Gewässer zu entfernen. Meistens handelt es sich dabei um Weiden oder Erlen die nur wenige Zentimeter vom Ufer entfernt standen und die nun als störend empfunden werden. Solange die Wasserwerte es zulassen sollten wir aber auch mal Totholz im Gewässer belassen, denn es trägt ganz erheblich zur Artenvielfalt bei. Totes Holz im Wasser nutzt nicht nur Kleintieren, sondern ganz besonders auch verschiedenen Fischen. In Gewässerabschnitten mit viel Totholz kommen mehr Fischarten vor, als in den "sauberen" Gewässerstrecken. Das liegt daran, dass sich an dem Geäst sehr rasch ein Überzug aus Algen bildet, der dann viele verschiedene Kleintiere anlockt. Diese Kleintiere wiederum dienen den Fischen als Nahrung. Ausserdem bietet Totholz gerade den Jungfischen und verschiedenen Kleinfischarten Schutz vor Räubern und in Fließgewässern sorgt Totholz für unterschiedliche Fliessgeschwindigkeiten. Auch das kommt gerade den Jungfischen zugute. Wir sollten einfach mal abgestorbene Bäume oder abgebrochene Äste im Wasser  liegen lassen und beobachten, wie schnell sich in dem Geäst der toten Bäume eine artenreiche Unterwasserfauna einstellt. 

Dirk Heinrich

 

 

Zu viele Wildgänse in den Leineniederungen

In den Leineniederungen zwischen Burgstemmen und Koldingen haben sich übermäßig viele Wildgänse ausgebreitet. Die dadurch entstehenden Fraßschäden in der Landwirtschaft sind nicht mehr zu übersehen. Aber auch die Baggerseen in diesem Bereich sind ganz erheblich betroffen. Kleinere Seen verkraften die Mengen der Ausscheidungen nicht mehr, beginnen an zu "faulen" oder drohen sogar umzukippen. Hygienische und gesundheitliche Risiken gibt es dadurch bedingt  natürlich auch noch, gerade wenn in den Seen gebadet wird. Unser großes Nordstemmer Gewässer ist davon noch nicht betroffen, an unseren kleineren Seen werden wir jetzt häufiger Wasserproben ziehen und diese ganz besonders im Auge behalten.

Erfolgversprechende Maßnahmen zur Verringerung der Gänse sind zurzeit nicht zugelassen, vielleicht ändert sich aber bald doch noch was, denn immer mehr betroffene Landwirte wollen Entschädigungen beim Land Niedersachsen geltend machen.

D. Heinrich

 

Wir fördern und kümmern uns um den Laichaalbestand

Das der Bestand des europäischen Aals in den letzten Jahren drastisch abgenommen hat, dürfte wohl keinem von uns verborgen geblieben sein. Flussverbauungen, Klimafaktoren sowie der Fraßdruck durch die Kormorane haben dem Aalbestand in unseren Flüssen kräftig zugesetzt. Auch in unserer Leine sind die Aalfänge Jahr für Jahr rückläufig. In den letzten Jahrzehnten haben hauptsächlich wir Angler umfangreiche Besatzmaßnahmen mit Jungaalen zur Stützung des Aalbestandes durchgeführt. Anfangs ausschließlich auf eigene Kosten, seit 2 Jahren aber auch mit Unterstützung durch Landesmitteln. Jetzt wollen wir uns aber auch intensiv um die abwandernden Laichaale kümmern. Die aus dem Süßwasser abwandernden Laichaale müssen in unseren Flüssen zahlreiche Wehranlagen und Wasserkraftwerke passieren, bis sie in der sicheren Nordsee sind. Von dort aus wandern die geschlechtsreifen bis zu 1,5 m langen Aale weiter zu ihren Laichplätzen in der Sargasso-See im Westatlantik. Um die gefährlichen Passagen in unseren Flußsystemen für die Laichaale zu umgehen, wollen wir versuchen in unseren Fischpässen abwandernde Laichaale zu fangen und diese dann vorrübergehend im Gronauer Lachszentrum zu sammeln. Von hier sollen die Aale mit einem Spezialtransport lebend bis an die Nordsee gefahren und dort ausgesetzt werden. In benachbarten Flüssen, wie z.B. der Weser, wurden solche Maßnahmen und Transporte im letzten Winter bereits erfolgreich durchgeführt. Zurzeit wird  unsere Kontrollanlage in der Bantelner Mühle für diese Einsätze umgebaut und vorbereitet.

D. Heinrich

 

Gewässerkarte vom Brüggener See

Die Gewässertiefen haben wir am 07. September 2014 ermittelt.

 

Gewässerkarte vom Wallenstedter See

Das Gewässer haben wir am 20. Oktober 2013 während eines E.-Kontrollfischens ausgelotet. Übrigens bekamen wir an diesem Tag 180 Aale, 195 Barsche, 18 Hechte, 2 Schuppenkarpfen, 70 Weißfische und 22 Schleien zu sehen. Der größte Hecht war ca. 85 cm lang, der größte Schuppenkarpfen dürfte über 15 Kg schwer gewesen sein. Mit dabei waren G. Ohnesorge, M. Freyer, F. Tönnies und D. Heinrich.

 

Gewässerkarte unserer Alten Leine mit Tiefenangaben

Am 28. Sept. 2013 haben wir ein Elektro - Kontrollfischen in unserer Alten Leine durchgeführt. Bei dieser Gelegenheit  haben wir auch gleich die Gewässertiefen  mit ermittelt. Das Ergebnis ist vorläufig in einer handgezeichneten Gewässerkarte festgehalten. Mit geholfen haben: G. Ohnesorge, W. Lohe, F. Tönnies und D. Heinrich.

Zu den Fotos » »

Kleine Fotoauswahl: aufgenommen während des Elektro-Kontrollfischens im Wallenstedter See!

. . hier eine schöne 50er Schleie
. . Esox mit ca. 80cm
. . in etwa 90cm lange Aale bekamen wir auch zu sehen

Kontrollfischen in der Leine

Mike fischt hier in der Tillyschlucht
Gute Aale bekamen wir öfter zu sehen
Große Hechte waren auch darunter
Am Brüggener Wasserfall . .
. . hier gab es Äschen

Unser erster Durchgang fand am 11. November statt:

Gegen 8:30 Uhr ließen wir unser neues Boot unter der Brücke am Kreuzkolk zu Wasser. Anschließend wurden die benötigten Aggregate, Fangkescher, Fischbehälter, Batterien und "Paddel für den Notfall" an Bord gebracht. Während G. Ohnesorge und M. Freyer das Elektro - Fischfanggerät in Betrieb nahmen, installierten F. Tönnies und D. Heinrich die beiden Antriebsmotoren und füllten den Fischbehälter mit Leinewasser. Der Außenborder wurde angeworfen und Kurs Flussaufwärts genommen. Die erste zu befischende Strecke sollte der Leinearm zum Lachszentrum sein. In dem Leinearm angekommen wurde auf Elektroantrieb umgestellt ( um die Scheuchwirkung so gering wie möglich zu halten) und im Uferbereich mit dem E.- Fischen, begonnen. An der Wasserkraftanlage wurde beigedreht und nun die gegenüberliegende Seite abgefischt. Nach 2 Stunden kamen wir wieder am Kreuzkolk an und fuhren nun den Jexbergstrang rauf. Auch dieser Leinearm wurde von uns in den folgenden 2 Stunden intensiv befischt. Anschließend war der nördliche Bereich vom Kreuzkolk bis zur Einmündung der Despe dran. Von hier ging es wieder zurück zur Anlegestelle unter der Brücke. Wir konnten während des Kontrollfischens viele verschiedene Fischarten beobachten. Darunter waren Aale bis zu 80cm Länge, große Hechte und Bachforellen, auch viele Barsche, Äschen, Barben, Döbel, Hasel sowie zahlreiche Vertreter verschiedener Kleinfischarten und verhältnismäßig viele Weißfische. Hier scheint sich der Weißfischbestand, dank der verstärkten Besatzmaßnahmen, seit Jahren wieder zu erholen. Angesichts des relativ geringen Wasserstandes und der kurzen Zeit, in der die Strecke befischt wurde, war das ein recht gutes Ergebnis.

Mit der selben Mannschaft fand eine Woche später das 2. Kontrollfischen am 18. November südlich von Banteln statt. Bei leichtem Nieselregen brachten wir das Boot an der Bantelner Mühle zu Wasser und fuhren anschließend die Leine flussaufwärts bis zur Brüggener Mühle. Im Brüggener Mühlenarm durfte unser Außenborder mal zeigen was in ihm steckt. Aufgrund der starken Gegenströmung kamen wir hier stellenweise nur im Schneckentempo vorwärts. Vor der Mühle stellten wir wegen des Motorenlärms auf Elektroantrieb um und fischten auch diesen Bereich sehr gründlich ab. Mehrere, verschieden große Bach- und Meerforellen ließen sich hier sehen. Anschließend fuhren wir die Leine weiter hinauf bis zum Brüggener Wehr. Gespannt warteten wir in diesem Leineabschnitt auf die ersten Fische, schließlich wissen wir, dass dieser Bereich die Kinderstube verschiedener Fischarten ist. Bis zum Wehr bekamen wir mehrere Aale, kleinere Hechte, Döbel, kleine Lachse, Gründlinge, Barsche und Weißfische zu sehen und vor dem Wehr dann noch Äschen und größere Döbel. Von hier fuhren wir wieder zurück zum Anlegeplatz an der Bantelner Mühle. Vermutlich lag es an dem schlechten Wetter und der niedrigeren Wassertemperatur gegenüber dem ersten Kontrollfischen, dass wir dieses Mal insgesamt weniger Fische zu sehen bekamen.

In den letzten Jahren hat die Elektrofischerei immer mehr an Bedeutung gewonnen. Ohne E.- Fanggerät kann man eben keine Bestandserhebungen oder Laichfischfänge machen. Nur gut, das wir gleich mehrere ausgebildete Elektrofischer in unseren Reihen und ein gut funktionierendes Elektrofischfanggerät haben.

D. Heinrich

 

Schwarzmundgrundeln erreichen Niedersachsen

Die Schwarzmundgrundel ist eine von insgesamt acht Grundelarten, welche sich nach der Inbetriebnahme des Rhein-Main-Donaukanals vom Schwarzen Meer über die Donau bis in den Rhein und die Nord- und Ostsee ausgebreitet haben. Vermutlich über den Rhein sind jetzt erste Tiere dieser fremden Fischart auch in Niedersachsen eingewandert. Erste Fänge gab es bereits im Juli diesen Jahres im Mittellandkanal bei Osnabrück. Als problematisch gelten die Grundeln nicht nur weil sie sich massenhaft vermehren, sondern auch, weil sie offenbar konkurrenzstärker sind als die heimischen Fischarten. Zudem beginnen Grundeln bereits sehr früh im Leben die Larven anderer Fischarten zu fressen, was sich sehr negativ auf die heimischen Fischbestände auswirken kann. Da die Fische sowohl im Süßwasser als auch im Salzwasser leben können, sind ihrer Ausbreitung kaum Grenzen gesetzt. Typisch für alle fremden Grundelarten ist zudem, dass ihre Bauchflossen eine Art Saugnapf bilden, mit dem sie sich auch bei starker Strömung an Ufersteinen oder Schiffsböden festhalten können. dieser Saugnapf unterscheidet sich von allen heimischen Fischarten und ist das sicherste Erkennungsmerkmal. Zudem trägt die Schwarzmundgrundel einen schwarzen Fleck im hinteren Bereich der Rückenflosse. Die Schwarzmundgrundeln können bis zu 25 cm lang werden und mehrmals im Jahr laichen. Dieser kleine Fisch hat das Potential, unsere Niedersächsischen Gewässer nachhaltig negativ zu verändern.

 

 

Osteuropäische Zander breiten sich aus

Bei dem Versuch einen der schmackhaften heimischen Zander zu angeln, wurden im Mittellandkanal und im Elbe-Seitenkanal im letzten Jahr vermehrt die kleinwüchsigen Wolgazander von Anglern erbeutet. Die Fische, welche ursprünglich im Einzugsgebiet von Wolga, Ural und Donau heimisch sind, unterscheiden sich von heimischen Zandern nicht nur in ihrer Größe, sondern zudem durch das Fehlen sog. Fangzähne im vorderen Kieferbereich, sowie durch deutlich stärker ausgeprägte Seitenstreifen. Um die Ausbreitung des Wolgazanders über den Mittellandkanal hinaus in die angrenzenden Einzugsgebiete von Elbe und Weser zu verhindern und möglichen Schaden für diese Ökosysteme abzuwenden, ist darauf zu achten, jeden gefangenen Wolgazander zu entnehmen. Egal welcher Größe und zu welcher Jahreszeit. Unser Landessportfischerverband warnt vor der Ausbreitung des osteuropäischen Wolgazanders. Die Gefahren einer Ausbreitung fremder Tier- und Pflanzenarten für die heimischen Ökosysteme sind häufig nicht vorhersehbar.

 

74er Bachforelle

Eine kapitale Bachforelle nutze die Fischaufstiegsanlage in der Bantelner Mühle um weiter stromaufwärts zu gelangen. Unsere Vereinskameraden Reiner H. und Detlef K. staunten am 20. Oktober nicht schlecht über den Fang, der ihnen aus der Kontrollreuse entgegen blickte. Der Milchner war, wie schon erwähnt gute 74cm lang, dabei fast 4 Kg schwer und sehr schön gezeichnet. Nach der Registrierung wurde der Fisch oberhalb der Bantelner Mühle schonend in sein angestammtes Gewässer zurück gesetzt. Bachforellen in dieser Größenordnung sind sehr selten, die Durchschnittsgröße liegt zwischen 25 und 40cm vereinzelt werden die Fische über 60cm lang, aber nur wenn das Nahrungsangebot und die Wasserqualität stimmt. 

der Fisch in der Kontrollreuse
Entnahme zum Vermessen


schonendes zurücksetzen in den Oberlauf an der B.-Mühle

Fischarten in den einzelnen Gewässern

Alte Leine

Aal, Barsch, Bitterling, Brasse, Hecht, Kaulbarsch, Karausche, Karpfen, Moderlieschen, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Stichling

  

Fl.-Leine

Aal, Aalquappe, Äsche, Aland, Bachforelle, Bachneunauge, Barbe, Barsch, Bitterling, Brasse, Döbel, Flussneunauge, Gründling, Güster, Elritze, Hasel, Hecht, Kaulbarsch, Karpfen, Lachs, Meerforelle, Mühlkoppe, Nase, Quappe, Ukelei, Rotfeder, Rotauge, Schleie, Schmerle, 3 und 9 stachliger Stichling, Wels, Zährte, Zander

Fremdfischarten: Bachsaibling, Regenbogenforelle, Zwergwels

 

Wallenstedter See

Aal, Barsch, Bitterling,  Brasse, Hecht, Kaulbarsch, Karpfen, Karausche, Moderlieschen, Rotfeder, Rotauge, Schleie, Zander 

Fremdfischart: Graskarpfen

 

Brüggener See

Aal, Barsch, Bitterling, Brasse, Hecht, Kaulbarsch, Karpfen, Karausche, Moderlieschen, Rotfeder, Rotauge, Schleie, Zander

Fremdfischart: Graskarpfen

 

Nordstemmer Seen

Aal, Bachforelle, Barsch, Bitterling, Brasse, Hecht, Kaulbarsch, Karpfen, Karausche,  Rotfeder, Rotauge, Schleie, Seeforelle, Seesaibling, Zander

Fremdfischart: vereinzelte Regenbogenforellen

 

Gefährdete Kleinfische

Bitterling

Aufgelistet sind nur Kleinfischarten die wir auch in unseren Gewässern vorfinden. Zum Teil wurden diese Kleinfische durch gezielte Besatzmaßnahmen in ehemalige Kiesseen eingebracht. Wie z.B. der Bitterling und das Moderlieschen in den Wallenstedter- und den Brüggener See. Ganz von selbst ist das Bachneunauge, die Elritze und die Schmerle, wenn auch nicht sehr zahlreich wieder in unserem Leineabschnitt vorhanden. 

Als "vom Aussterben bedroht" eingestuft ist der Bitterling, stark gefährdet ist das Bachneunauge, die Elritze, die Schmerle, die Mühlkoppe und das Moderlieschen, als nicht gefährdet gilt derzeit der Stichling und der Gründling. Alles Fischarten die wir in unseren Gewässern mitunter sogar sehr zahlreich vorfinden.  

01.08.09  D.H.

 

Schwimmblasenparasit des Aals

Der Schwimmblasenwurm A. crassus und seine Bedeutung für den  Aal

Kaum ein Fischparasit hat in Europa in den letzten Jahren so für Aufregung gesorgt wie der Fadenwurm Anguillicola crassus. Anfang der 80er Jahre wurde der Parasit unbeabsichtigt nach Europa gebracht, wahrscheinlich durch Aalexporte von Taiwan nach Deutschland. Er wurde 1982 erstmals in Norddeutschland nachgewiesen. Danach breitete sich A. crassus zuerst in Richtung Westen und ab Ende der 80er Jahre in Richtung Osten und Süden aus. Dank seines relativ einfachen Lebenszyklus und des Vorhandenseins geeigneter Zwischenwirte konnte sich der Parasit invasionsartig ausbreiten. Schäden richten nur die in der Schwimmblase von Aalen lebenden Würmer an. Sie leben dort von Blut und anderen Körperflüssigkeiten und reizen dabei die Schwimmblasenwand, die sich entzündet und dadurch absterben kann. Oder es kommt zum Platzen der Schwimmblase. Ein starker Befall führt zu Appetitlosigkeit und verlangsamten Wachstum. Die Fische sind ausgemergelt und es wird bezweifelt, dass Aale mit stark geschädigter Schwimmblase die Sargassosee überhaupt erreichen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden sie die Vertikalwanderungen im Ozean nicht ausführen können.

Wie erkenne ich ob mein gefangener Fisch befallen ist oder nicht;   Im Anfangsstadium findet man nur einzelne  bis zu 4cm lange dunkel braune Würmer und entzündete Stellen an der Schwimmblasenwand. Im fortgeschrittenen Stadium  ist die Schwimmblase oft angefüllt mit einer dunklen Flüssigkeit die vorwiegend aus Eiern und Würmern besteht.  

D. Heinrich

 

Besatzmaßnahmen in 2017

5.000 St. Bachforellen, -  fl.-Leine

1.000 St. Zander 20-27cm, -  Nordstemmen, Wallenst., Brüggen

4.000 St. Lachse, -  fl.-Leine

5000 St. Äschen, -  fl.-Leine

500Kg Weißfisch, -  fl.- Leine, Nordstemmen

35 Kg Farmaale,   -  fl.-Leine

1.000 Rotfedern,  - Wallenst., Brüggen

500 Aalrutten,  - fl.- Leine

1.000 Elritzen,  - Wallenst., Brüggen

400 Bitterlinge,  - Wallenst.,

200 Teichmuscheln,  - Wallenst.,

2.000 Moderlieschen,  - Wallenst., Brüggen

 

 

 

 

 

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