Kleine Chronologie unseres Fischereivereins

Dieser kleine geschichtliche Abriss unseres Fischereivereins beansprucht nicht den Wert auf Vollständigkeit, vielmehr ist er noch sehr lückenhaft. Die Jahre von 1938 - 1948 konnten überhaupt nicht berücksichtigt werden, da es aus dieser Zeit keine Aufzeichnungen mehr gibt. Aufgeführt sind alle Ereignisse und Veränderungen die wichtig genug erschienen um erwähnt zu werden. 

Teil 1

Die ersten 30 Jahre  1928 - 1959

Angefangen hat alles am 28. Februar 1928 mit der Vereinsgründung

- 11 Interessierte fanden sich um 20 Uhr im Hotel Ratskeller ein und waren sich darüber einig, dass um die Fischerei in den Gronauer Gewässern wieder auf die Höhe zu bringen, ein Zusammenschluss sämtlicher Fischer und Angler dringend erforderlich sei.

- Während der 1. Mitgliederversammlung am 5. März wurde der erste Vorstand gewählt, 1. Vorsitzender wurde August Kapune und zu dessen Stellvertreter Heinrich Schneehagen, Heinrich Wulfes zum Schriftführer und Heinrich Fuhlberg übernahm den Posten des Rechnungsführers.

- Ein vorrangiges Ziel war es alle Gronauer Gewässer anzupachten.

- Im östlichen Leinearm, dem sogenannten Wildfangstrang trat ein Fischsterben ein, Verursacher war die Gronauer Zuckerfabrik.

- Vereinsgewässer waren damals: die fl. Leine von der Roten Brücke bis zum Petergraben und die Alte Leine vom Ellernbüh bis zur fl. Leine.

- Der Jahresbeitrag für Angler betrug damals 6 RM, der für Netzfischer 24 RM

 

1929

- Der Gronauer Fischereiverein tritt dem Deutschen Anglerbund bei. 

- Der Verein zählte 23 Mitglieder.

- In der Alten Leine wurde das Ausbringen von Fischkörben verboten.

 

1933

-Heinrich Wulfes wurde 1. Vorsitzender.

- Eine erste Fischschonzeit von Januar bis April hat man für alle Vereinsgewässer beschlossen.

 

1935

- Ein Wohnwagen mit Holzofen wurde für 250 RM gekauft. Dieser sollte an der Alten Leine aufgestellt werden, das Vorhaben musste aber aufgegeben werden da es keine Genehmigung für den vorgesehenen Platz gab. Der Wagen wurde zum Einkaufspreis wieder veräußert.

 

1937

- Der Verein hatte 28 Mitglieder.

 

1938

- Wurde der Verein Mitglied im Reichsverband Deutscher Sportfischer e.V. in Berlin.

 

Nur wenige Aufzeichnungen gibt es aus den Jahren 1939 bis 1948

- Z. B. diente während dieser Zeit  der Fischertrag ausschließlich zur Ernährung der Bevölkerung und der in den umliegenden Lazaretten befindlichen Verwundeten. Oder, die aus dem Osten aufgenommenen Flüchtlinge und Vertriebenen deckten einen Teil ihres Nahrungsbedarfs durch Schwarzangeln. 

 

1949

Der damalige Vorsitzende Heinrich Wulfes hat folgenden Eintrag ins Protokollbuch geschrieben: " die einrückenden Amerikaner vernichteten während ihrer Einquartierung im Mai 1945 einen großen Teil der Vereinsunterlagen. Die gesamte Ausrüstung an Netzen und Fischereigeräten ging ebenfalls in den ersten Nachkriegsjahren verloren."

- Am 6. Februar fand die erste Mitgliederversammlung seit Kriegsende statt.

- Der Verein hatte 72 Mitglieder.

-Das erste Anangeln wurde an der Alten Leine durchgeführt.

- August Kapune übernahm bis 1956 wieder den Vereinsvorsitz.  

 

1951

- Die Verunreinigungen der Leine nahmen Formen an, die den gesammten Fischbestand bedrohten. Immer wieder kam es damals schon zu Fischsterben größeren Ausmaßes. Der Vorstand wurde ermächtigt zusammen mit den Behörden hiergegen Schritte einzuleiten.

 

1953 

- Zum 25 jährigen Vereinsjubiläum findet man diesen Eintrag im Protokollbuch: "Es war eine launige Veranstaltung."

 

1954

- An der Alten Leine wurde ein ausrangierter Eisenbahnwaggon aufgestellt. (Endlich hat der Verein seine Klause, 20 Jahre zuvor scheiterte das Vorhaben schon einmal.)

 

1955

- Gründete man die Jugendgruppe.

- Ein Holzboot wurde in Eigenarbeit gebaut und auf den Namen "Hecht" getauft.

- Der Jahresbeitrag betrug 12 DM. 

 

1956

- Der alte Leinearm unterhalb des Uthberges bei Betheln konnte bis 1980 gepachtet werden.

- Die erste Grenzbegehung fand statt.

- Jährlich wurde ein 4stündiger  Arbeitsdienst verlangt. 

- Bei der Jahreshauptversammlung mußten "zur Beruhigung der Gemüter 3 Literflaschen Steinhäger genehmigt werden". 

- Der Verein hatte 44 Mitglieder und 7 Jugendliche.

 

1957

- Ludwig Hasse wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

- Aalschnüre haben nichts mit dem Angelsport zu tun, deshalb beschloss man das Auslegen von Aalschnüren -vorwiegend in der Leine- zu verbieten.

- Die Barfelder Fischteiche (ca.2 Morgen groß) wurden bis 1968 Pachtgewässer.

- Bildung eines 5-köpfigen 1. Ehrengerichts, gewählt wurden R. Doschat, H. Bartols, H. Wulfes, W. Kapune und W. Fahrenfeld.

- 3 Zentner Weißfische aus dem Steinhuder Mmeer konnten in die Alte Leine gesetzt werden.

 

1958

- Betrug der Mitgliedsbeitrag 18 DM.

- Der Verein hatte 83 Mitglieder und 9 Jugendliche.

 

1959

- Mußte die Klause aufwendig repariert werden.

                                        

1. Pachtvertrag von 1928

Teil 2

1960 - 1985

1960

- Der Verein hatte 95 Mitglieder.

- Für den jährlichen Fischbesatz wurden knapp 1000DM ausgegeben.

 

1962

- Wurden erstmalig über 10 pfünduge Hechte in der Alten Leine gefangen.

- In diesem Winter starben fast alle Fische in der Alten leine unter einer sehr dicken Eisdecke.

- Der Verein hatte 103 Mitglieder, davon waren 21 Jugendliche.

- Hatte man auf einer außerordentlichen Versammlung beschlossen, das jedes Vereinsmitglied an wenigsten 2 Vereinsveranstaltungen im Jahr teilnehmen musste, sonst drohte der Vereinsausschluss.  

 

1964

- Die Gronauer Zuckerfabrik überwies dem Fischereiverein 2500 DM für Fischbesatz, nachdem durch ausgelaufene Zuckerlösung ein großes Fischsterben verursacht worden war.

- Wurde von Unbekannten die Klause aufgebrochen.

 

1966

- Fand das erste Pokalangeln in 2 Durchgängen statt.

 

1967

- Nachdem das alte Vereinsboot unbrauchbar geworden war, musste ein neues Boot angeschafft werden und wurde wieder auf den Namen Hecht getauft.

 

1968

- Der Verein zählte 88 Mitglieder, darunter waren 8 Jugendliche. 

- Die Alte leine wurde gekalkt, da der pH-Wert ein zu saures wasser aufwies.

 

1970

- Siegfried Aschmann übernahm den Vereinsvorsitz bis 1981.

- Das erste Königsangeln wurde an der Weser ausgetragen.

- Mehrere Zentner Weissfische aus der Edertalsperre setzte man in die Alte Leine aus.

 

1971

- Gelang es, die Godenauer Teiche bis 1989 anzupachten.

- Der Fischereiverein bewirtschaftete folgende Gewässer: die Kiesgrube in Godenau, die Alte Leine, den Uthbergteich und die fl.- Leine.

 

1975  

- Die Kosten für den Fischbesatz stiegen auf 3500 DM. 

- Die Jugendgruppe baute einen Steg über die Alte Leine.

 

1976

- Die Verbrennungsanlage der Papierfabrik in Alfeld nahm den Betrieb auf, schlagartig trat eine Wasserverbesserung der Leine ein.

- Wurden tausende von Schuppenkarpfen, Weissfischen, Schleinen, Aale und Hechte beschafft und die Leine gesetzt.

- Die ehemalige Kiesgrube in der Gemarkung Wallenstedt konnte erworben werden.

- das erste Aal- Nachtangeln wurde durchgeführt.

- Der Verein erhielt ein eigenes Vereinsabzeichen.

 

1977

- Dem Vorstand gelang es die Fischereirechte in der Alten Leine und einem teil der fl.-Leine zu erwerben und somit auf Dauer für den verein zu sichern.

 

1978

- 50jähriges Vereinsjubiläum, zusammen mit dem DRK-Gronau wurde ein dreitägiges Zeltfest gefeiert.

 

1979

- Ein großes Fischsterben mußte in der Leine beklagt werden, "ein ganzer Anhänger voll toter Fische wurde eingesammelt".

- Der Steg über der Alten Leine wurde verbreitert und gesichert.

 

1981

- Am Wallenstedter See beteiligten sich 60 Mitglieder bei der Grundstücksbepflanzung.

 

 

1982

- Günter Ohnesorge übernahm den Vereinsvorsitz.

- Der Verein hatte 242 Mitglieder.

- Die erste Vereinsmeisterschaft wurde gewertet. 

- Eine alte Bushaltestelle wurde als zusätzlicher Unterstand bei der Klause aufgestellt.

 

1983

- In Heinsen wurden kleine Teiche übernommen und bis 1991 zur Aufzucht von Weissfischen genutzt.

 

1984

- Der sogenannte Elzer Teich konnte auf Drängen von 60 Mitgliedern käuflich erworben werden.

- Der Brüggener Kiesteich wurde angepachtet.

- Erste Versuche mit dem Besatz von Bachforellen wurden erfolgreich in die Zuflüsse der Leine getätigt, später folgte der Besatz mit Äschen.

 

1985

- Einführung der Arbeitsdienstumlage.

- Das 1967 gekaufte Kunststoffboot brach bei Säuberungsarbeiten im Wildfangstrang auseinander und musste ersetzt werden.

 

Fischereierlaubnisschein von 1968

Teil 3

1986 - heute

1986

-Am Wallenstedter See wurde eine Schutzhütte  errichtet.

- Viele verendete Fische mußten nach einer Verschmutzung eines Leinearms in Gronau geborgen werden.

- Im hannoverschen Teil der Alten Leine wurde ein Fischschonbezirk eingerichtet.

- Die 1. Jugendvereinsmeisterschaft wurde gewertet.

 

1987

- Die Jugendgruppe erstellte eine 60seitige Arbeit über das Thema "Alte Leine in der Gemarkung Rheden" und gewann damit den Bezirkspreis in Höhe von 200 DM.

 

1988

- Das 1. Leinepokalangeln fand statt.

 

1990

- Der mit 1.000 DM dotierte Umweltpreis der Samtgemeinde Gronau wurde dem Fischereiverein für vorbildliche Arbeit verliehen.

 

1992

- Die ersten maßigen Äschen wurden in der Leine gefangen.

- Die Teichmuschel fand in allen Vereinsgewässern ein neues Zuhause.

- Im Brüggener See fanden erste Besatzmaßnahmen mit dem Bitterling statt.

- Der Verein hatte 314 Mitglieder.

 

1995

- Ein Wiesengrundstück konnte an der Alten Leine käuflich erworben werden.

 

1996

- Die Norstemmer Seen wurden angepachtet.

- Erschien die erste Ausgabe unserer Vereinsbroschüre.

 

1999

- Wurde das Elzer Gewässer verkauft.

- Der Verein hatte 380 Mitglieder.

 

2000

- Fand eine Umstruckturierung im Vorstand statt, erstmals wurden 3 Gewässerobmänner gewählt. 

 

2001

- Wurden wir Mitglied im benachbarten Leine-Lachsverein e.V.

- Fand der erste Lachsbesatz in der Leine statt.

- Das ehemalige Zollhaus am Kreisel wurde von uns übernommen, renoviert und als Geschäftsstelle eingerichtet.

 

2003

- 75 jähriges Vereinsjubiläum.

- Zum Ende des heißen Sommers konnte man die Leine an vielen Stellen zu Fuß durchqueren. 

 

2004

- Ein Mäanderfischpass wurde in die Bantelner Mühle eingebaut. 

 

2006

- Zwei weitere Fischauf- Abstiegshilfen wurden  fertig gestellt. (in Brüggen und in der Tillyschlucht). 

 

2007

- G. Ohnesorge feierte Jubiläum  -25 Jahre Vereinsvorsitz-.

- Unser Verein zählte 468 Mitglieder.

- Ein neues Elektro-Fischgerät wurde gekauft.

 

2008

- Beteiligten wir uns am "Tag der Artenvielfalt".

- Das 80 jährige Vereinsjubiläum wurde mit einer großen Ausstellung über das Vereinsleben, der Angelei und mit einer guten Beteiligung im neu errichteten Informationssaal des Lachszentrums begangen.

- Der Fliegenfischerstammtisch fand unter guter Beteiligung erstmalig statt.

 

2009 

- Die ersten Angel-,  Räucherseminare wurden abgehalten.

- Der Jahresbeitrag betrug 60 €.

 

2010

- Der kalte Winter forderte seinen Tribut:  in der alten Leine starben viele Weißfische aber auch Aale, Karpfen, Hechte und Barsche unter einer dicken Eisdecke.

- Die Ausgaben für den Fischbesatz stiegen auf über 17.000 Euro.

- Hatten wir zeitweise über 480 Mitglieder.

 

2011

- Auffallend viele Bachneunaugen konnte man in der Leine, bei ihren Laichgeschäften beobachten.

- Zum ersten mal fand ein "Tag der Angelei"  im norddeutschen Lachszentrum statt.

- Der Jahresbeitrag betrug 70 €.

 

2012

- Ein größeres Boot konnte erworben werden.

- Unser  Leineabschnitt wurde das erste mal mit Äschen besetzt. 

- Anschaffung eines größeren Kreiselmähers.

 

2013

- Ein Elektro - Kontrollfischen in der alten Leine ergab erschreckende Erkenntnisse. 

- Im Wallenstedter See und in der alten Leine wurden die Gewässertiefen ermittelt.

- Hatten wir  460 Mitglieder.

 

2014

- Der Brüggener See wurde ausgelotet.

- Die Pachtverträge für die Nordstemmer Gewässer konnten verlängert werden.

- Eine Motorsäge und 2 Motorheckenscheren wurden angeschafft.

 

2015

 - Mario Häse übernimmt den Vereinvorsitz

 - Günter Ohnesorge wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt

 

2016

- Die Arbeitsdienstumlage wurde von 30 auf 50 Euro erhöht

- Hatten wir 441 Mitglieder

 

 

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422 Mitglieder

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